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ür den Hausverkauf in München müssen Verkäufer einiges an Dokumenten zusammentragen. Fehlen diese, kann sich der Verkauf erheblich verzögern. Zudem sind einige Unterlagen für den Notartermin zwingend erforderlich.

Ohne sie wird der Notar den Vertrag nicht beurkunden können. Wer einen Makler beauftragt hat, der hat Glück. Der Immobilienmakler übernimmt die Beschaffung jeglicher Dokumente, sofern ihm dies möglich ist. Er ist damit bereits gleich zu Beginn des Hausverkaufs eine große Hilfe, die den Aufwand rund um den Hausverkauf in München deutlich reduziert. Hier folgt ein Überblick, welche Dokumente wichtig sind, wenn Sie ein Haus verkaufen.

Alles beginnt mit der Bewertung des Hauses

Vielleicht haben Sie im Kopf, wie viel Sie für Ihr Haus verlangen möchten. Vielleicht liegt dieser Wert jedoch zu hoch oder gar zu niedrig. Um den bestmöglichen Verkaufspreis zu erzielen, ist eine professionelle Immobilienbewertung unerlässlich. Wer mit dem richtigen Angebotspreis in den Verkaufsprozess startet, sichert sich die besten Chancen und »verbrennt« die Immobilie am Markt nicht durch falsche Vorstellungen. Ein Makler kann die Immobilienbewertung übernehmen. Er hat darin viel Erfahrung und kennt den lokalen Markt. Oft ist seine Bewertung kostenfrei, wenn er von Ihnen beauftragt wird, das Haus zu verkaufen. Alternativ dazu ist es möglich, einen Sachverständigen zu konsultieren. Sein Gutachten ist kostenintensiv und sehr umfassend, weswegen es auch vor Gericht Gültigkeit besitzt. Für Ihren Hausverkauf ist in der Regel die Immobilienbewertung des Maklers vollkommen ausreichend, wodurch Sie an Kosten sparen.

Unterlagen für die Bewertung von Immobilien:

  • aktueller Auszug des Grundbuchs
  • Unterlagen zur Antragsberechtigung z.B. Testament, Erbschein, Vollmachten
  • Teilungserklärung
  • Planunterlagen (dazu gehören genehmigte Baugesuche, Wohnflächenberechnungen, Kubaturberechnungen, Lagepläne)
  • bei Mietobjekten: komplette Mietverträge
  • bei Eigentumswohnungen: letzten drei Eigentümerversammlungen und Hausgeldabrechnung
  • bei gewerblicher Nutzung: Betriebsaufstellung, Infos zur technischen Gebäudeausstattung, Bewirtschaftungskosten
  • Dokumente zu Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen

Das verkaufsfördernde Exposé

Ein Exposé ist für den Immobilienverkauf sehr bedeutend. Es ist quasi eine hochinformative Werbebroschüre, die extrem verkaufsfördernd sein kann. Ein seriöser Makler übernimmt die Erstellung des Exposés, die überaus zeitaufwendig ist und ein gewisses Maß an Fachwissen sowie Marketingkenntnissen erfordert. Darüber hinaus darf der optische Aspekt nicht vergessen werden. Ein Exposé sollte auch gut designt und übersichtlich strukturiert sein. Damit dies möglich ist, sind folgende Unterlage zu besorgen:

  • Grundriss des Hauses und der einzelnen Etagen
  • Wohnflächenberechnung
  • Beschreibung des Gebäudes
  • Energieeffizienzklasse der Immobilie
  • hochwertige Fotos von innen sowie außen (am besten vom Profi)

Viele dieser Unterlagen sind beim Bauordnungsamt einzuholen. Dies kann der Makler für Sie tun. Gleiches zählt für die Fotos. Auch sie gibt der Makler in Auftrag oder fertigt sie selber mit einer erstklassigen Kamera an.

Kompetent ausgestattet für die Hausbesichtigung

Die Hausbesichtigung ist im Vermarktungsprozess besonders wichtig. Der Kaufinteressent kann sich ein realistisches Bild vom Objekt machen und sich von seinen Qualität überzeugen. Er stellt viele Fragen und möchte oft alles über das Haus wissen. Um stets kompetent antworten zu können, sollten für die Besichtigung einige Dokumente bereitliegen. Zu diesen zählen:

  • amtliche Flurkarte
  • Auszug aus dem Grundbuch
  • Bauplan und Grundrisse
  • Wohnflächenberechnung
  • Berechnung des umbauten Raumes
  • Energiepass (bereits für die Immobilienanzeige unerlässlich)
  • Aufstellung der Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen

Den Auszug aus dem Grundbuch können Sie beim Amtsgericht erbitten. Das Katasteramt der Gemeinde händigt Ihnen die amtliche Flurkarte aus. Bereits seit vielen ist ein Energieausweis Pflicht. Haben Sie diesen nicht, kann Ihnen ein Bußgeld drohen. Erstellt werden kann dieses Dokument nur von einer zertifizierten Person. Die Wohnflächenberechnung übernimmt ebenfalls ein Fachmann oder ein Architekt. Hierbei ist zu beachten, dass es bei dem Addieren der Flächen immer wieder zu falschen Ergebnissen kommt, wenn Laien dies tun. Sie übersehen, dass beispielsweise für Räume mit Schrägen, Balkone etc. nur ein prozentualer Anteil der Fläche in die Berechnung einfließt.

Vermietetes Haus verkaufen: Was ist anders?

Immobilien sind eine begehrte Kapitalanlage. Daher gibt es zahlreiche Kaufinteressenten für vermietete Objekte in München. Das Geld ist so vor der Inflation geschützt und gute Einnahmen pro Monat sind sicher. Wie bereits oben erwähnt, benötigen Sie für vermietete Objekte noch weitere Unterlagen. Der Käufer möchte gern die Rentabilität des Objekts beurteilen können. Aus diesem Grund ist er an Mietverträgen und dem derzeitigen Wirtschaftsplan inklusive der Angabe zur Höhe der Instandhaltungsrücklage sowie der Nebenkostenabrechnung interessiert. Sollte das Haus nicht von Ihnen selbst gemanagt werden, benötigt der Kaufinteressent auch den Verwaltervertrag. Bei Mehrfamilienhäusern ist der Feuerversicherungsnachweis ein weiteres bedeutsames Dokument.

Was gibt es bei der Eigentumswohnung zu beachten?

Sollten Sie eine Eigentumswohnung verkaufen, benötigen Sie noch weitere Dokumente. Wichtig ist vor allem die Teilungserklärung, da sie alle Rechte sowie Pflichten innerhalb der Eigentümergemeinschaft regelt. Wie bedeutsam sie ist, lässt sich ebenfalls an dieser Vorschrift erkennen: Der Käufer muss bestätigen, dass er vor der Unterzeichnung des Kaufvertrags Kenntnis von der Teilungserklärung genommen hat. Sie kann Regelungen enthalten, die dem einen oder anderen Käufer nicht gefallen. Aus diesem Grund ist es für Kaufinteressenten ratsam, sich mit ihr vor dem Kauf auseinanderzusetzen. Die letzten Protokolle der Eigentümerversammlung sind für den Kaufinteressenten genauso wichtig.

Muss ich dem Notar bestimmte Unterlagen zukommen lassen?

Ohne Notar ist es nicht möglich, ein Haus in München zu verkaufen. Der Besuch bei ihm ist der entscheidende Schritt innerhalb des Verkaufsprozesses. Zumeist wählt der Käufer den Notar aus. Ihm lassen Sie dann für die Erstellung des Kaufvertragsentwurfes alle bedeutsamen Unterlagen zukommen. Den Entwurf können Käufer und Verkäufer in der Regel 14 Tage vor dem Termin zur Vertragsunterzeichnung einsehen. Käufer und Verkäufer sollten dies unbedingt tun, denn der Vertrag ist bindend. Ein Fokus sollte vor allem auf dem Kaufpreis, den Zahlungsmodalitäten und den Zahlungstermin liegen. Bestehen noch Verbindlichkeiten wie Hypotheken oder Grundschulden, sollte der Umgang mit ihnen klar definiert sein. Gleiches zählt für die sogenannten Nebenabreden. Zu ihnen zählen beispielsweise Vereinbarungen bezüglich des Kaufs von Inventar im Haus oder die Übernahme von Möbeln. Darüber hinaus wird ein Termin für die Immobilienübergabe festgelegt. Bevor der Notar damit beginnt, den Vertragsentwurf vorzulesen, weisen sich die Teilnehmer des Treffens mit dem Personalausweis oder Reisepass aus. Beim Vorlesen des Vertrags haben beide Parteien die Möglichkeit, Nachfragen zu stellen und Korrekturen am Kaufvertrag vorzunehmen.

Hausverkauf erledigt: Muss ich jetzt noch Unterlagen an den Käufer weitergeben?

Bevor die Sektkorken knallen, überreicht der Verkäufer dem Käufer die letzten Unterlagen. Zu diesen zählen die Versicherungsurkunden für das Gebäude. Wichtig sind zudem Gebrauchsanleitungen von allen Geräten, die im Haus bleiben. Hierzu gehört beispielsweise die Heizung. Garantieurkunden und Wartungsverträge sollten dem Käufer ebenfalls ausgehändigt werden. Gleiches trifft auf die letzten Abrechnungen für Wasser, Heizung, Grundsteuer und Entsorgung zu sowie für das letzte Prüfprotokoll für Heizung und Schornstein. Wenn es eine Handwerkerliste gibt, ist diese für den Käufer sehr hilfreich. Sind Reparaturen kürzlich vorgenommen worden, sollte der Hauskäufer Kopien über die Rechnungen erhalten. Zuletzt werden jegliche Schlüssel überreicht. Hiermit ist der Hausverkauf abgeschlossen. Er gestaltet sich oft als langwieriger Prozess, der viel Aufwand erfordert. Dieser begründet sich auch in den zahlreichen Unterlagen, die für den Hausverkauf notwendig sind. Ein kompetenter Immobilienmakler nimmt Ihnen die Arbeit gerne ab.

Publiziert am
Mar 6, 2019
 in Kategorie:
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